Kammermusikfestival «Klangraum Riehen Marlboro» 2015


Wie in den vergangenen Editionen 2009 («Spuren») und 2013 («Marlboro») versucht auch Klangraum Riehen Marlboro 2015 den Brückenschlag zwischen Neu und Alt, zwischen einstmals modern gedachter, als modern aufgefasster und zeitgenössischer Musik.
Innerer Bezugspunkt des Programms ist das Werk des deutschen Komponisten Max Reger (1873-1916), der in der Nachfolge von Johannes Brahms wie kaum ein anderer Komponist sich zwischen den schöpferischen Sphären des 19. und 20. Jahrhunderts bewegte.
International renommierte Künstler nehmen sich unseres Themas an – das Kuss Quartett wird erstmals mit Regers sublimen Streichquartett op.109 auftreten, Yuuko Shiokawa und Hariolf Schlichtig werden in Serenaden von Beethoven und Reger zu hören sein und der Tenor Daniel Behle wird neben Liedern von Max Reger auch Unbekanntes von Schubert und einen Zyklus eigener Lieder singen. Der finnische Pianist Juho Pohjonen – seine Aufführung der Goldberg-Variationen am letzten Festival bleibt unvergesslich – wird unter anderem Ravels Gaspard de la nuit und Nielsens gewaltige Chaconne vorstellen. Schliesslich werden wir ihn zusammen mit zwei Doyens der Schweizer Musikszene, Hansheinz Schneeberger und Walter Grimmer in einer spannenden Begegnung mit Gabriel Fauré erleben.
Schliesslich wird auch eine Komposition des genius loci Adolf Busch zu hören sein, das Fötenquintett, sowie Hermann Suters beeindruckendes Streichsextett. Erstmals wird zudem Rudolf Serkins Einspielung der Bachschen Goldbergvariationen auf dem Welte-Mignon-Flügel zu hören sein.
Ergänzt wird das Festivalprogramm durch die von Dr. Jürgen Schaarwächter (Max Reger Institut, Karlsruhe) gestaltete Ausstellung im KunstRaum Riehen. Die wöchentlichen Mittagskonzerte im KunstRaum ermöglichen Begegnungen und Austausch im alltäglichen Rahmen, während das Festival Klangraum Riehen Marlboro die Perspektive zum internationalen Kontext eröffnet.

So 30. 8. 2015, 19:30

Haus der Vereine/Alte Kanzlei (Lüschersaal), Baselstrasse 43

 

Leoš Janácek: Mladi

Heidi Baader-Nobs: « À la rencontre de Haydn » (3ème quatuor)

Joseph Haydn: Quartett in d-moll „Quinten“

Heidi Baader-Nobs: "Ballade pour Nouria" (4ème quatuor, UA)

Leoš Janácek: Concertino

 

Mit Christoph Bösch, Matthias Arter, Toshiko Sakakibara, Valentin Vogt, Lucas Roessner, Konstantin Timokhine, Juho Pohjonen, Egidius Streiff, Daphné Schneider, Mariana Doughty, Alberto Rodriguez, Walter Grimmer